Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Parkplatzrempler und weg?

Polizeibulli
Parkplatzrempler und weg?
Im Jahre 2015 wurden im Stadtgebiet Duisburgs 3644 Verkehrsunfallfluchten begangen. Das sind entschieden zu viele.
Arndt Rother, VUPO

Kein Kavaliersdelikt

Im Jahre 2015 wurden im Stadtgebiet Duisburgs 3644 Verkehrsunfallfluchten begangen. Das sind entschieden zu viele, insbesondere wenn man an den wirtschaftlichen Schaden und die persönliche Betroffenheit der Geschädigten denkt.

Bei der Vielzahl der Fluchten handelt es sich um kleinere Unfälle auf Parkplätzen von größeren Einkaufsmärkten. Hier ist die Anonymität hoch und eine Flucht wird oft von Zeugen nur am Rande wahrgenommen.

Heute sind die meisten Fahrzeuge so gebaut, dass sie kaum noch über gummierte Stoßfänger verfügen, jeder Anstoß befindet sich sofort auf lackierten Flächen. Damit kostet ein kleiner Rempler mit dem Einkaufswagen, der Türe oder mit dem Auto schnell über 1000 € und ist auch entsprechend sichtbar.

Für Zeugen wird es einfacher

Durch ein gemeinsames Programm von bisher IKEA, REAL, KAUFLAND Marxloh und dem Mercator-Center mit der Duisburger Polizei wird es jetzt den Zeugen einer Unfallflucht erleichtert Angaben zu machen, zur Not auch anonym!

Es zielt zum einen auf eine leichtere Erfassung von Zeugen und zum anderen auf Abschreckung ab.

So sollen Verkehrsteilnehmer über die Folgen der Unfallflucht aufgeklärt werden.

Zeugen von Unfallfluchten sollen ermutigt werden sachdienliche Angaben zu machen.

Beides zusammen soll dem potentiell Unfallflüchtigen aufzeigen, dass die soziale Kontrolle hoch ist und es sich um kein Kavaliersdelikt handelt.

Dazu werden Plakate in den Märkten der betroffenen Parkplätze günstig platziert. An den Service bzw. Info-Stellen liegen Flyer aus, die für weitere Informationen sorgen und bei Bedarf ausgegeben werden. Weiter findet man dort ein Merkblatt, welches innerhalb weniger Sekunden ausgefüllt werden kann. Dort kann der Zeuge Hinweise zu einer beobachteten Unfallflucht machen, kann – muss aber nicht – seinen Namen angeben. Diese Hinweise werden durch den Mitarbeiter des Marktes möglichst zeitnah an die Polizei weitergeleitet.

Nachdem die Einführung des Programms erfolgreich im Dezember 2015 startete, wird die Aktion über das gesamte Stadtgebiet Duisburgs ausgedehnt. Dazu sollen sämtliche Discounter, Baumärkte und größere Geschäfte mit entsprechenden Parkplätzen eingebunden werden.

Weitere Informationen zum Thema: