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Kurve kriegen - Ein Chance für junge Kriminelle

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Kurve kriegen - Ein Chance für junge Kriminelle
Mit diesem Projekt sollen Kinder und Jugendliche ihr Leben ohne Kriminalität in den Griff bekommen.
Michael Wieseler

Innenminister Ralf Jäger und Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels stellten am 16. Mai 2012 die Initiative „Kurve kriegen“ im Polizeipräsidium Duisburg vor.

Startschuss „Kurve kriegen“

Am 31. Mai 2011 gaben Duisburgs Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels und Oberbürgermeister Adolf Sauerland gemeinsam den Startschuss für das Projekt  „Kurve kriegen“ in Duisburg. Duisburg ist seit dem 1. Juni 2011 eine von acht Pilotbehörden in Nordrhein-Westfalen, die Wiederholungstaten bei jugendlichen Straftätern vorbeugen.

Eine Chance für ein Leben ohne Kriminalität

Durch die Initiative „Kurve kriegen“ sollen Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 15 Jahre, die häufiger straffällig geworden sind, die Chance bekommen, ihr Leben ohne Kriminalität in den Griff zu bekommen. Dabei arbeitet die Polizei eng mit dem Jugendamt zusammen und hat ausschließlich für diese Aufgaben einen Diplom-Pädagogen eingestellt, der zusammen mit dem Jugendbeauftragten das Projekt durchführt. Jugendamt, Sozialpädagogen und die Polizei begleiten in diesem Projekt auffällig gewordene Straftäter und zeigen ihnen den Weg aus der Kriminalität.

Frühzeitige und intensive Betreuung

Am Beispiel Dennis zeigte Innenminister Ralf Jäger, während der Pressekonferenz am 16. Mai 2012, die mögliche Entwicklung eines jugendlichen Kriminellen auf. Dennis fiel innerhalb weniger Monate mehrfach wegen Diebstahls auf. Er wurde ohne Führerschein auf einem gestohlenem Mofa erwischt und verprügelte mit Freunden zusammen einen anderen Jungen.

Dennis ist in Duisburg leider kein Einzelfall. Zurzeit befinden sich 30 Jugendliche im Programm „Kurve kriegen“.  Damit diese Kinder wieder auf die richtige Bahn gelangen, hat das Ministerium für Inneres und Kommunales das Projekt „Kurve kriegen“ ins Leben gerufen.

Zwei Jahre pädagogische Begleitung

Wie „Kurve kriegen“ in Duisburg konkret aussieht, erläuterten Jörg Bialon (Jugendbeauftragter Polizeipräsidium Duisburg) und Diplom-Sozialarbeiter Dirk Pfeiffer von der Diakonie Duisburg-West. Zunächst nimmt die Polizei Kontakt mit den Erziehungsberechtigten auf. In einem ersten Gespräch werden die Chancen für ein Leben ohne Kriminalität aufgezeigt. Die Teilnahme am Projekt „Kurve kriegen“ ist immer freiwillig. Nach vorheriger Einwilligung werden von der Polizei Sozialarbeiter eingeschaltet, die ein individuell abgestimmtes Hilfsprogramm anbieten. Zwei Jahre sollen die Jugendlichen pädagogisch begleitet werden, damit sie nicht zu Intensivtätern werden.