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Ehrlich währt am längsten

Dr. Elke Bartels begrüßt die ehrlichen Finder
Ehrlich währt am längsten
Lachende Gesichter, strahlende Augen und viele Fragen: 25 Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren haben gestern in Neudorf Polizeiarbeit erlebt - als Dankeschön, weil sie als ehrliche Finder Fundstücke bei der Polizei abgegeben hatten.
PP Duisburg

​„Ehrlich währt am längsten“, betonte Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels. Sie lobte die Kinder: „Ihr könnt wirklich stolz auf euch sein und eure Eltern natürlich auch.“ Als kleines Dankeschön für diese Ehrlichkeit  hatten die beiden Einstellungsberater Susanne Herrmann und Rainer Schwartz ein tolles Programm zusammengestellt - von einem Besuch bei der Diensthundführerstaffel über eine Fahrt im Streifenwagen bis zum Probetragen der Ausrüstung der Hundertschaft lernten die Kinder und ihre Eltern einen Teil der Polizeiarbeit kennen. Sie alle sind ehrliche Finder und hatten im vergangenen Jahr Geldbörsen, Brieftaschen mit Papieren, Fahrzeugschlüssel oder EC-Karten auf den Wachen abgegeben. Einmal im Jahr lädt das PP Duisburg diese Kinder ein.

Erste Station: Diensthunde. Die Kolleginnen und Kollegen der Hundestaffel mit ihren Hunden Amigo, Akeeba und Devil erklärten ihre Arbeit und zeigten, wie die Polizei Hunde einsetzt - und zwar inklusive Übungen: Täter fassen, Vermisste erschnüffeln und Beißtraining. So eine Beißjacke sei schon ziemlich schwer, fand auch Jonas. Der Siebenjährige durfte einmal Probetragen. Er selbst hatte auch schon Spürsinn bewiesen und ein Portemonnaie gefunden. „Das war voller Asseln“, berichtete er. „Aber mit Kontokarte.“ Dass die Hunde der Behörde gehören, in Rente gehen und bei ihren Diensthundeführern „ganz normal“ zu Hause leben: All das erklärte das Team.

Jonas kleine Schwester Rieke - vier Jahre alt - dagegen ist seit gestern ein Kradfan. Einmal Probesitzen durften die Kinder auf den Motorrädern der Kradstaffel der Duisburger Polizei. Blaulicht anmachen und Standgas drehen gehörte mit dazu. Danach ging es direkt in den Streifenwagen und den VW-Bus: Ein Runde auf dem Parkplatz in gemäßigtem Tempo, aber mit Blaulicht, die Kinder waren begeistert.

Als dritte Station nahmen Kolleginnen und Kollegen der Einsatzhundertschaft die Kinder in Empfang. Anschaulich erklärten sie ihre Arbeit bei Demonstrationen und Fußballspielen und bewiesen, dass Anzug und Ausrüstung wirklich feuerfest sind. „Ist der Schaum giftig“, will Süda wissen. „Woher kommen die Kratzer auf dem Helm?“ Fragen über Fragen, die alle ausführlich und kindgerecht beantwortet werden. In der Trainingshalle konnten die Jungen und Mädchen sogar noch einmal selbst die Ausrüstung wie den Helm oder die Protektoren anprobieren. Dem einen oder anderen waren diese noch viel zu groß. Noch, denn so Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels zum Abschied: „Bis nächstes Mal oder bist du hier vielleicht mal anfängst.“